Die 5 goldenen Regeln
- Mischungsverhältnis Wasser : Pulver genau einhalten – jede Abweichung kostet Härte und Genauigkeit
- Destilliertes Wasser mit Raumtemperatur verwenden
- Pulver ins Wasser einstreuen und ca. 30 Sekunden sumpfen lassen
- Mindestens 30 Sekunden unter Vakuum maschinell rühren
- Auf niedriger Stufe rütteln – starkes Rütteln mindert die Härte
gipsbörse* garantiert aufgrund eines aufwändigen Qualitätssicherungssystems eine einwandfreie Qualität der Gipse. Unsere Anwenderempfehlungen beruhen auf in unserem Versuchslabor ermittelten Richtwerten. Diese Werte können nur garantiert werden, wenn die angegebenen Verfahrensschritte eingehalten werden. Der Anwender ist für die Verarbeitung der Produkte selbst verantwortlich. Für fehlerhafte Ergebnisse durch abweichende Verarbeitung wird keine Haftung übernommen.
Vorbereitung der Abformungen
- Einmalhandschuhe beim Auspacken der Abformungen tragen – Infektionsrisiko!
- Abformungen sorgfältig unter fließendem Wasser reinigen
- Alle Abdrücke gründlich desinfizieren (Alginat- und Hydrokolloidabdrücke nie mit lösungsmittelhaltigen Desinfektionsmitteln behandeln)
- Desinfektionsmittel anschließend immer sorgfältig mit klarem Wasser abwaschen
- Abdruck für die Modellherstellung vorbereiten (z. B. Teile auswachsen, Abdruck beschneiden)
- Nur Silikonabdrücke vor dem Ausgießen mit geeigneten Mitteln entspannen
Arbeitsvorbereitung Modellherstellung
- Sauberkeit der Arbeitswerkzeuge (Spatel, Anrührbecher usw.)
- Genaues Mischungsverhältnis Wasser/Gipspulver einhalten – jede Abweichung führt unweigerlich zu Qualitätseinbußen (Härte, Expansion, Oberfläche usw.)
- Destilliertes Wasser mit Raumtemperatur verwenden – Leitungswasser kann durch unterschiedliche Sulfatgehalte die Abbindezeiten ändern
- Gipspulver in das vorgelegte Wasser einstreuen
- Gips ca. 30 Sekunden sumpfen lassen – sofortiges Rühren kann zu Klümpchenbildung führen und verlängert die Abbindezeit
- Mit der Hand grob vorrühren
- Rührwerk erst einschalten, wenn das Vakuum vollständig steht
- Gipsbrei mindestens 30 Sekunden unter Vakuum maschinell rühren
- Je länger die Rührzeit, desto schneller die Abbindung und desto kürzer die Verarbeitungszeit
- Je schneller das Rührwerk des Vakuummischers, desto kürzer die Verarbeitungszeit
- Beim manuellen Anrühren keine zusätzliche Luft in den Gipsbrei „einschlagen“
Ausgießen
- Modelle sofort nach Ende des Mischens ausgießen
- Löffel flächig auflegen, dabei den Kontakt des Abdruckmaterials mit dem Rüttler vermeiden
- Rüttler zur Vermeidung von Bläschen empfehlenswert
- Anmischbecher nie auf den Rüttler stellen
- Die beste Farbhomogenität des Modells erreichen Sie durch Ausgießen auf niedrigster Rüttelstufe
- Verarbeitungszeit nicht durch starkes Rütteln verlängern – das schädigt die Gipsstruktur und mindert die Härte; Risiko des Abbrechens der Stümpfe beim Entformen und des Auseinanderplatzens beim Abdampfen/Abbrühen
- Kein Nachmodellieren oder Beschneiden, nachdem der Gipsbrei seinen „Glanz“ verloren hat
Weiterbearbeitung
- Nasstrimmen spätestens 2 Stunden nach der Entformung
- Nasstrimmen hat keinen Einfluss auf eine Nachexpansion durch erneuten Wasserkontakt
- Trockentrimmen möglichst 2–10 Stunden nach der Entformung
- Beim Trockentrimmen darauf achten, dass das Modell nicht zu heiß wird – sonst drohen Mikrorisse, die später bei thermischer Belastung (Abbrühen, Abdampfen) zu Abplatzungen, Rissen und Brüchen führen können
- Sockeln und Bohren erst nach Abschluss der vollständigen Expansion (ca. 2 Std. nach dem Entformen) – sonst kann es zu Spannungen im Modell kommen
- Modellationen auf einem noch nicht fertig expandierten Modell/Stumpf können später zu klein oder zu groß sein
- Modelle nur im Ausnahmefall abdampfen, vorher kurz wässern; Düsenabstand mindestens 10 cm, in Intervallen arbeiten, um die Modelle nicht zu überhitzen
- Superhartgipse vorzugsweise mit HM-Sägeblättern sägen – Zusätze im Gips verschmieren andere Sägeblätter und führen so zu Flattern und Blockieren des Sägeblatts im Modell
- Heißgelaufene Sägeblätter verursachen zudem verbrennungsartige Verfärbungen an den Trennstellen
Lagerung
- Geschlossene Gebinde bei Raumtemperatur und möglichst geringer Luftfeuchtigkeit lagern
- Schubladen und Silos von altem Material reinigen, bevor neues Material eingefüllt wird
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